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07.12.2021

Achter Fahrrad-Monitor 2021: Es rollt weiter.

"Das Rad hat im Verkehrsmittelvergleich das größte Wachstumspotential". Nutzung, Sicherheit, Helme, Kaufinteresse. Ausgewählte Aspekte zur Studie und Link finden Sie sind hier.

Es war einer der letzten Amtshandlungen von Verkehrsminister Andreas Scheuer: Die Vorstellung der Umfrage „Fahrrad-Monitor 2021“ – ein aufschlussreiches Zahlenwerk auf über 200 Seiten.

Der „Fahrrad Monitor 2021“ ist eine repräsentative Umfrage, die zum achten Mal vom SINUS-Institut im Rahmen der Radverkehrsförderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) durchgeführt wurde. Sie erhebt im Abstand von rund zwei Jahren das subjektive Stimmungsbild der Radfahrenden in Deutschland. Zuletzt wurde sie im Jahr 2019 durchgeführt.

Fahrradboom setzt sich fort: Junge Menschen satteln auf!

Das Rad hat im Verkehrsmittelvergleich das höchste Wachstumspotential.

  • 41 Prozent der Menschen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren wollen häufiger Radfahren.
  • 49 Prozent der Jüngeren (14 bis 29 Jahre) haben die stärkste Fahrrad-/Pedelec-Nutzung angegeben.
  • Die größte Bereitschaft zur häufigeren Nutzung von emissionsarmen oder emissionsfreien Verkehrsmitteln findet sich in den Großstädten.

Fünf Forderungen an die Politik

Mehr Radwege bauen (57 % der Befragten),

  1. Bessere Trennung der Radfahrenden von PKW-Fahrenden (53 %)
  2. Bessere Trennung der Radfahrenden von den Fußgängern (45 %),
  3. mehr Schutz- und Radfahrstreifen einrichten (43 %),
  4. sichere Fahrradabstellanlagen (41 %) und
  5. mehr Fahrradstraßen einrichten (39 %).

Sicherheitsgefühl beim Radfahren steigt auf niedrigem Niveau.

63 Prozent der Radfahrenden geben an, dass sie sich sehr oder eher sicher fühlen. 2019 waren dies noch 7 Prozentpunkte weniger, was ein Corona-Effekt sein könte. 2017 waren es noch 10 Prozentpunkte weniger - und deutlich zu unsicher.

Ein Unsicherheitsfaktor sind noch zu wenig separate Radwege.

Helmtragequote: Je älter desto Helm

  • 45 Prozent aller Radfahrenden tragen inzwischen immer bzw. meistens einen Fahrradhelm.
  • Gruppe der 60 bis 69-jährigen: + 16 Prozentpunkte auf 48 Prozent,
  • Gruppe der 20 bis 29-jährigen: +13 Prozentpunkte auf 44 Prozent)
  • Gruppe der 14 bis 19-jährigen (+ 10 Prozentpunkte auf 37 Prozent).

Hohes Interesse am Fahrradkauf
4% könnten leasen.

  • Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland denken über einen Fahrradkauf nach.
  • Ausgabebereitschaft im Durchschnitt auf knapp über 1.000 Euro. Zum Verrgleich: im Jahr 2019 waren dies noch 685 Euro.
  • Besonders beliebt sind Pedelecs und Mountainbikes.
  • Derzeit könnten rund 4 Prozent der Bevölkerung bei ihrem Fahrradkauf vom einem Dienstradleasing-Modell Gebrauch machen.

Ggf. eine Aufgabe der Ampel hier auch eine Alternative der Absetzbarkeit der emissionsfreien (Pendler-)Mobilität zu fördern als nur das Gehaltsumwandlungsmodell.

Methode und Link zum Online-Abruf

Für den Fahrrad-Monitor 2021 wurden von Mitte Mai bis Mitte Juni 2021 genau 3107 Bürgerinnen und Bürger zwischen 14 und 69 Jahren zu ihrem Mobilitätsverhalten und zu ihren Präferenzen online befragt.

Die komplette Studie ist hier online abrufbar .