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BICICLI-Empfehlung: Tagesschau-Podcast Mobilität

Werden wir nach der Corona-Krise dauerhaft weniger unterwegs sein? Nie wieder Rushhour? Keine überfüllten Züge? Fahrrad-Boom oder Auto-Renaissance?

Die Tageschau produzierte einen Podcast, wie Corona die Mobilität verändern könnte, den wir hier - aufgrund der internationalen Vergleichen und der differenzierten Analysen - sehr empfehlen wollen.

Das Coronavirus hat das öffentliche Leben und die Mobilität ausgebremst. Das Fahrgastaufkommen bei der Bahn liegt nur noch bei 10 bis 15 Prozent. Fernbusse fahren derzeit gar nicht mehr, die Straßen sind leerer, das Fahrrad erobert sie sich.

Doch was passiert, wenn Deutschland nach dem Lockdown wieder hochfährt?

Wird unser Mobilitätsverhalten dann dauerhaft anders aussehen, weil viele Berufstätige im Homeoffice bleiben und auf Dienstreisen verzichten? Wird es den typischen Feierabendstau dann nicht mehr geben? Werden Busse und Bahnen auch nach Corona leerer sein, weil viele Menschen aus Angst vor weiteren Krankheiten lieber mit dem Fahrrad oder dem eigenen Auto fahren? Und was wird aus dem Flugverkehr und neuen Mobilitätsformen, wie Carsharing, Ridesharing und Elektroroller?

Künftig mehr Radverkehr?

Die ARD-Korrespondenten Kristin Becker und Marcel Heberlein aus dem Hauptstadtstudio in Berlin gehen diesen Fragen nach und suchen Antworten. Sie schauen in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá, die kurzfristig Autospuren auf 117 Kilometern Länge in Fahrradwege umfunktioniert hat, damit möglichst viele Menschen zum Schutz vor dem Coronavirus vom Öffentlichen Nahverkehr auf das Rad umsteigen. Sie sprechen mit der dortigen Fahrradmanagerin Laura Bahamón darüber, ob das Experiment gelungen ist und welche langfristigen Folgen sich die Stadt davon verspricht.

Welche Rolle spielt der Autoverkehr nach Corona?

Der Mobilitätsforscher Stefan Gössling aus Freiburg führt seine Einschätzungen aus, welche Rolle der Autoverkehr nach Corona spielen könnte und sprechen mit dem Unternehmensberater Jost Wübbeke von Sinolytics darüber, wie China nach der Corona-Krise die dortige Autoindustrie wieder hochfährt und die strengen Beschränkungen für Neuwagen mit Verbrennungsmotoren in einigen Städten teilweise gelockert hat.

Außerdem reden die Journalisten mit der Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, Barbara Lenz, darüber, inwiefern der Öffentliche Nahverkehr in Deutschland langfristig unter dem Corona-Stigma leiden könnte und wie lange es voraussichtlich dauert, bis die Fahrgastzahlen wieder auf das alte Niveau wachsen.

In zwei verschiedenen Extremszenarien beleuchten die Korrespondenten zudem die mögliche Zukunft unserer Mobilität.

Gedankenexperimente "mal angenommen"

Hören Sie hier.